18.06.2010
Spannung bis zum Schluss im Baselbiet

Robert Gesink ist 2 Etappen vor Schluss Leader der Tour de Suisse.
Noch zwei Etappen warten auf die Radprofis. Die achte Etappe von Wetzikon nach Liestal hat es in sich. Die Zeit der grossen Berge ist zwar vorbei, doch nun gilt: in der Kürze liegt die Würze. Die letzten 60 Kilometer versprechen Höchstspannung mit Klassikerflair und könnten noch für geringe Veränderungen im Gesamtklassement sorgen.
Strecke: Klassikerfinale im Baselbiet
Vom Zürcher Oberland bis in die Hauptstadt des Kantons Baselland gilt es 172 Kilometer zu absolvieren. Von Wetzikon führt die Strecke über Winterthur nach Bülach. Statt nun flach dem Rhein entlang zu rollen, wählten die Streckenbauer einen anspruchsvollen Weg nach Liestal. Beim Einfahren in den Kanton Aargau wartet gleich die steile Bergpreiswertung des Siglistorfers. Über Döttingen, Leibstadt, Laufenburg geht es weiter ins Fricktal, wo das wellige Finale eingeläutet wird. Die letzten 60 Kilometer sind ein stetiges Auf und Ab. Es erinnert an die Frühjahresklassiker wie zum Beispiel das Amstel Gold Race. Kurze, teilweise steile Anstiege und schmale Strassen versprechen ein spannendes und hektisches Ende der Etappe.
Prognose: Wiederholung des Vortages?
Das Drehbuch der 8. Etappe könnte sich dem der gestrigen sehr ähneln. Mit einem Unterschied: der Kampf unter den Aspiranten des Gesamtklassements könnte sich am Ende entfachen.
Das Team Rabobank des Leaders Robert Gesink hat einen guten Eindruck von Savognin nach Wetzikon hinterlassen. Die Führung Gesinks war nie in Gefahr. Dass sich auf der Etappe nach Liestal, mit über 2300 Höhenmetern, wieder früh eine Gruppe absetzt, steht fest. Es werden aber nur Fahrer mit grösseren Rückständen fahren gelassen. Wer das Glück des Tüchtigen für sich beansprucht, hat gute Chancen auf den Etappensieg.
Am Schluss könnte es zu einem Rennen im Rennen kommen. Das Terrain rund um Liestal bietet die letzte Gelegenheit für die Spitzenfahrer Sekunden und Positionen wettzumachen.
Favoriten: Offene Ausgangslage - Gesink bleibt Leader
Es ist müssig, über die Besetzung einer Spitzengruppe zu spekulieren. Die Tage zuvor habe gezeigt, dass die Liste der Anwärter auf einen Etappensieg lang, sehr lang ist.
Der Vorsprung Gesinks ist genügend gross, so dass der Rabobank-Fahrer nicht in Bedrängnis kommt. Für ein animiertes Rennen bleibt zu hoffen, dass sich seine Gegner ein Herz fassen und im Finale zumindest versuchen den Leader herauszufordern.
Von Christian Rocha